Donnerstag, 22.02.2018

Surreal

Noch im Halbschlaf schleppten wir an diesem sehr frühen Morgen unsere Taschen die Treppe des Hotels hinunter, wo Oscar und sein Jeep schon warteten. Es war noch Dunkel, als wir ein letztes Mal unsere schweren Taschen auf das Dach des von der Wüste staubigen Autos luden. Fast wären wir auf der Fahrt zum Salzsee wieder eingeknickt .. wäre da nicht auf einmal BANG dieser laute Knall gewesen. BANG und wieder! Wer zur Hölle zündet denn um diese Uhrzeit Feuerwerk, fragten wir uns verwundert.

„Straßensperre... da sind Demonstranten!“ klärte Oscar uns auf. Was nun? Um 5 Uhr morgens standen wir mit unserem Jeep vor einer Wand entschlossener Demonstranten, die die Straße versperrten. Später erklärte Oscar uns, dass die Menschen für ein verbessertes Abwassersystem auf die Straße gehen. Zu Recht, nach dem vielen Regen in den letzten Tagen, war die Kanalisation komplett überfordert und es bildeten sich knietiefe Pfützen auf den Straßen.
Also, der Protest der Menschen war verständlich und mehr als angebracht... trotzdem war es für unsere Situation eher unpraktisch, dass sie nicht nur diese, sondern alle Straßen, die aus Uyuni herausführen, abgesperrt hatten. Was jetzt?

Oscar steuerte seinen Jeep kurzerhand über Felder und Wiesen, damit wir doch noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Salzsee ankamen. Die Fahrt war dementsprechend sehr holprig... aber wenigstens waren wir nach diesem kleinen Abenteuer alle hellwach.

Die ganze Aufregung schien anfangs umsonst gewesen zu sein, denn der Salzsee war nach mehreren Wochen Regen zu einem, naja, echten See geworden. Etwas enttäuscht begaben wir uns in das Salzhotel, ein Gebäude ganz aus Salz gebaut (duh!), zum Frühstück.
Nach dem Frühstück, als die Sonne Shin höher am Himmel stand, sah die Sache dann doch ganz anders aus...

Ich finde kaum die Worte, um dieses einzigartige Naturspektakel zu beschreiben. Vielleicht müssen wir hier einfach die Bilder sprechen lassen. (Die noch folgen! 😅)

Wirklich atemberaubend.

Der (leider) letzte Stopp dieses Trips war der Zugfriedhof in Uyuni, wo gigantische Stahlloks und Züge ihre letzte Ruhestätte gefunden haben und vor sich hin rosten.
Dann hieß es schon „Goodbye Oscar“!
Wenn ihr jemals die Jeep-Tour nach Uyuni in Bolivien macht, macht sie DEFINITIV mit Oscar. Die Natur war atemberaubend aber was die Tour wirklich einzigartig gemacht hat, war die Fürsorglichkeit und Freundlichkeit von Oscar. 😊

Aber lange Zeit für Tränen und Abschiedsschmerz hatten wir nicht, denn kurze Zeit später waren wir bereits wieder mit dem nächsten Problem konfrontiert.. erinnert ihr euch an die Straßensperren und Proteste von heute morgen?
Jap, die waren immer noch da.. und würden es auch noch die nächsten Tage sein. Wie würden wir nun nach La Paz kommen? Wir hatten geplant, noch an diesem Abend den Nachtbus zu nehmen. Mit den Straßensperren schien diese Option nun unmöglich.
Die anderen Teilnehmer der Jeep Tour mussten zufällig auch nach La Paz und so taten wir uns kurzerhand zusammen, charterten einen Minivan  (Lena und mir lief es kalt den Rücken hinunter. Ich sage nur: Petchaburi! 🤭) und begaben und direkt auf den Weg nach La Paz (über Feldwege), um schlimmeren Unruhe zu entgehen.

Was für ein Abenteuer das mal wieder war.

Und nun sind wir müde und gehen schlafen in unserem Hotel in La Paz. Wir haben sogar eine warme Dusche! 😍😍😍

Wasser marsch!

Mittwoch, 21.02.2018

Wo der Quinoa wächst

Am zweiten Tag unserer BolivienTour ging es bereits früh los.
Als erstes stand der Besuch des Steinbaums auf dem Plan, eine bizarre Steinformation, die tatsächlich, (ihr könnt es euch wahrscheinlich denken) wie ein Baum aussieht. Weiter ging es durch verrückte und wunderschöne Landschaften voller Seen auf denen sich Flamingos tummelten und Feldern bedeckt  Steinfelsen, die an eine Mondlandschaft erinnerten. Immer wieder sahen wir wilde Alpakas, die uns mit unbeeindruckten Mienen beobachteten.
Und wenn man mal muss? Nah, Inka-Toilette! Hinter Steinhaufen, Büschen und manchmal auch einfach hinter dem Jepp konnten wir uns erleichtern. Denn Toilette mit Spülung und so war nicht.
Neben den endlos langen Quinoa-Feldern, war das absolute Highlight des Tages die Anaconda oder Snake Road. Das ist ein Fluss, der sich durch einen Canyon schlängelt und von oben betrachtet fast schwarz wirkt.
Der Ausblick raubte uns schlichtweg den Atem... oder das lag an der Höhenlage von über 4.000 Höhenmetern. 😊
Abends erreichten wir ziemlich erschöpft unser Hotel in Uyuni, wo Oscar uns informierte, dass wir am nächsten Tag um 4 Uhr aufzustehen hatten, weil wir den Sonnenaufgang auf dem Salzsee sehen sollten.

Yay, noch 5 Stunden Schlaf... naja, aber wenigstens haben wir ne warme Dusche.. was? Oh, Achso. Keine warme Dusche? Dann aber wenigstens Heizung? Ach ne, auch nicht? Mh okay... Heizung und warme Duschen sind in Bolivien eher unüblich. 😅
Aber wisst ihr was? Das Bett war bequem und die vielen dicken Decken haben uns schön warm gehalten. Auch ohne Luxus waren wir an dem Abend die glücklichsten kleinen Touristen, weil wir so viel unglaublich schöne Natur und außergewöhnliche Abenteuer erleben durften.

Das beste? Morgen gehts weiter damit!


How lucky are we?!

 

Dienstag, 20.02.2018

Spontanität ist eine Tugend...?

Sachen, die man nicht spontan machen sollte:
1. Eine Bank überfallen! Sowas bedarf monatelanger Planung und Vorbereitung, sonst kann man sich gleich selber im Gefängnis einchecken.
2. Giftige Schlangen beschwören. Wieder! Vorbereitung und Training sind dafür unbedingt notwendig, sonst kommt dabei wahrscheinlich nur ein tödlicher Schlangenbiss raus.

... was man aber unbedingt spontan machen sollte, ist ein Trip nach Bolivien. Jep, wir erweitern unsere Route um ein Land.. wir sind eh schon so nah an der Grenze, da hat es sich einfach angeboten. 😋

Daher ging es schon früh morgens los, als wir von dem Minivan abgeholt wurden und dann... erstmal gar nichts, denn wir mussten ungefähr 4 Stunden auf einem Parkplatz vor der Grenze warten. Als Grund wurden uns viele verschiedene Sachen genannt, wie „zu viel Nebel“ und „Überschwemmung“. Später stellte sich allerdings heraus, dass die Autoritäten von Chile und Bolivien wohl in einen Kleinkrieg verwickelt sind und sich daher gerne mal queer stellen. Das war etwas blöd, da wir mal wieder sehr früh aufgestanden waren und dann doch sehr lange nur herumsitzen konnten. Aber dann ging es doch los zur Grenzkontrolle, die in einem kleinen Steinhaus durchführt wurde.. erst der Stempel und dann wurde uns mal ins Gesicht geschaut, ob das auch unser Passport ist. 😅
Bald hatten wir unsere Stempel und konnten endlich unseren Jeep Fahrer Oscar kennenlernen, der uns die nächsten 3 Tage durch die Wüste kutschieren und sich als der beste Tourguide herausstellen sollte.
Zunächst musste unser Gepäck verstaut werden... wo? Nah, auf dem Dach natürlich! 😂

Danach machten wir uns ein wenig mit unseren Mitreisenden bekannt. Einem Paar aus Holland und einem Paar aus Irland bzw. Polen. Beide Paare befinden sich gerade in ihren Flitterwochen und waren sehr sehr lieb! Eine coole Truppe.
Das erste Highlight des Trips waren die Geysire... und heiße Quellen UND (das Wichtigste) es gab endlich Lunch. Yummy.

Kurz darauf ging es weiter zu den Lagunen ..., wo wir wilde Flamingos sehen konnten. Amazeballs!
Leider machte uns der Höhenunterschied (wir waren bereits auf über 3.000 Metern) sehr zu schaffen. Zum Glück hatte Oscar aber Coca Blätter für uns, die als leichtes Schmerzmittel wirken und die Symptome der Höhenkrankheit lindern. Trotzdem fiel uns das Atmen extrem schwer und so brauchten wir durchaus schon mal die ein oder andere Pause, um einen kleinen Hügel zu erklimmen.
Wir. Sind. Kurz...atmig!

Am Abend kamen wir an unserem Hotel für die Nacht an. Ein Komplex aus sehr einfachen Steinhäusern mitten im Nirgendwo. Keine Dusche, kein warmes Wasser und keine Heizung. Dafür aber gab es ein leckeres Abendessen, 4 dicke Bettdecken und einen warmen Schlafsack.... außerdem gab es sehr niedrige Türrahmen, an denen wir uns mehrmals (!!) den Kopf gestoßen haben. Wir sind wohl zu groß für dieses Land.

Erinnert ihr euch noch, dass unsere Stargazing Tour zweimal wegen schlechtem Wetter gecancelt wurde? Well, es stellte sich heraus, dass das gar nicht so schlimm war. Denn beide Pärchen hatten an der Tour teilgenommen und erklärten uns an diesem Abend alles, was sie auf der Tour gelernt hatten. So haben sie uns auch erklärt, dass die zwei Stellen, die wie harmlose Wolken aussehen, in Wirklichkeit zwei Galaxien sind, die über 200.000 Lichtjahre entfernt sind. Unglaublich irgendwie.
Der Sternenhimmel in der Wüste (wie auch der in Lake Tekapo) war wirklich einmalig!

Und so ging unser erster Tag in Bolivien zu Ende.

Müde! Kalt! Bett! Ich weiß nicht, was meine Atmung mehr beschwert hat... der Höhenunterschied oder das Gewicht der vielen Decken..?

Ich hoffe, keiner von den anderen schnarcht... gute Nacht!

Montag, 19.02.2018

Der längste Tag

Der Wecker hat heute schon um 4 Ihr morgens geklingelt.. viel zu früh, besonders weil wir gestern noch länger in „Der Bar“ waren. „Die Bar“, wie unser neuer chilenischer Freund René uns erklärt hat, ist die einzige Bar in San Pedro, wo man nur trinken kann. Alle anderen Institutionen, die Alkohol ausschenken sind Restaurants und daher muss man dort auch immer etwas essen. In „Der Bar“ gibt es auch die typischen 1 Liter Flaschen Bier, die man sich dann teilen kann... oder auch alleine trinken kann.

Aber zurück zum Thema! 4 Uhr morgens aufstehen!? Nicht gut! Geht nur leider nicht anderes, wenn man vor Sonnenaufgang bei den Totua Geysiren sein möchte.
Und, let me tell you, es war ein einmaliger Anblick. Das erste Licht des anbrechenden Tages lugte gerade so über die schneebedeckten Bergspitzen der umliegenden (aktiven) Vulkane. Vor uns lag ein Feld aus blubbernden und dampfenden Geysiren verschiedener Größen. Dieses unwirkliche und fast schon mystisch wirkende Thermalfeld ist das drittgrößte auf der Welt; das Größte ist im Yellow Stone National Park mit dem Old Faithful als der größte Geysir. Einziger Nachteil, wenn man vor Sonnenaufgang in der Wüste unterwegs ist?! Es ist (Pardon!) arschkalt!! Bei minus 3 Grad halfen weder die zahlreichen Schichten Kleidung, die wir anhatten, noch mein kleiner Tanz zum Aufwärmen, den unser Guide Alexis sehr amüsant fand. Er warf einen Blick auf uns schlotternde, blaulippige Gestalten und vermerkte trocken: „Ihr habt Glück, manchmal haben wir minus 10 Grad.“ Brrrrr... ☃️
Nichtsdestotrotz hat sich das frühe Aufstehen und das Frieren für diesen Anblick mehr als gelohnt! Bald darauf ging dann auch die Sonne auf und es wurde etwas angenehmer. Da wir aber unsere Zehen und Finger noch immer nicht spürten, kam uns der nächste Stopp unseres Ausflugs sehr gelegen: heiße Quellen! 😍
Dort könnten wir uns wieder schön aufwärmen bevor es dann weiter in das kleine Dorf Machuca ging, dass auf 4.015 Höhenmetern liegt.. da fällt einem das Atmen schon ein weniger schwerer.
Auf dem Rückweg hatten wir das Glück, Lamas und Flamingos zu sehen! So cool!!

Mittags um 12 waren wir wieder zurück in San Pedro und Lena machte ein Nickerchen während ich den Blog auf den neusten Stand brachte, damit ihr auch immer was zum Lesen habt. 😏
Danach Lunch, Wäsche abholen, die wir in der Wäscherei abgeben hatten und dann direkt weiter zum Nächsten Programmpunkt: Ein Ausritt durch das Valle de la Muerta (Valley of the Death).
Am Stall angekommen, machten wir uns erstmal mit unseren Pferdchen bekannt. Lenas Pferd hieß Straw, eine kleine Schlaftablette, die kein bisschen auf Lena hörte. Mein Pferd trug den Namen Palomino und hatte ganz schön Temperament; aber nach einem kurzen Machtkampf zwischen uns (den ich gewonnen hab) waren wir ein gutes Team.
Aufgesattelt und los ging es mit unserem Guide durch eine bizarre Landschaft. Wir ritten durch riesige Lavaberge, ein Canyon, der einer Marslandschaft glich und durch gigantische Sanddünen.
Der Canyon war teilweise so eng, dass wir gerade so mit den Pferden hindurch passten.
Der Trip dauerte drei Stunden und war ziemlich cool, auch wenn uns jetzt etwas die Hintern wehtun. 😂

Danach ging es noch zum Abendessen und... nein, nicht ins Bett. Kaum zu glauben, aber der Tag war immer noch nicht zu Ende.

Abends um 23 Uhr hatten wir noch einen Termin mit dem Sternenhimmel. Ursprünglich hatten wir die Tour für den Abend zuvor gebucht, aber leider wurde diese wegen Wolken verschoben.
An diesem Abend schien allerdings alles zu passen... doch, als wir beim Observatorium ankamen, erhielten wir die schlechte Nachricht: Wolken! 😩 Diesmal ging verschieben leider nicht, da wir am nächsten Morgen schon wieder weiterreisen wollten.
Schade! Aber wenigstens bekamen wir unser Geld zurück. Jetzt haben wir noch 30.000 chilenische Pesos übrig.. gut, dass wir morgen ganz früh Chile schon wieder verlassen. 😂 oh well.

So! Das war der längste Tag und potenziell der längste Blog Eintrag bis jetzt... hoffe, ihr seid nicht eingeschlafen. 😋

Wo geht’s morgen hin?

Wait and see.

 

Donnerstag, 15.02.2018

Sand und Salz

Wir haben die 24 Stunden Busfahrt überlebt. War eigentlich total in Ordnung und viel weniger schlimm, als es vielleicht klingt. 😋

So, wir sind jetzt schon 2 Tage in San Pedro de Atacama und bis jetzt..

...haben wir uns gut an den Höhenunterschied gewöhnt.
...wurden wir schon zweimal zu einer illegalen Wüstenparty eingeladen mit den Worten: „Wenn die Polizei kommt, rennt so schnell ihr könnt in die Wüste, weil die Gefängniszelle im Ort ist so klein, dass die eh nur ein paar Leute verhaften können!“
...haben wir gelernt, dass es hier verboten ist, in der Öffentlichkeit und in Bars zu Tanzen. (Footloose?!) Keine Ahnung, warum.
...hat Lena sich ein Stofftier Alpaka gekauft (Paco Fred Martínez-Schoberer) und mich 100 mal gefragt, ob ich es streicheln möchte.
...wurden uns schon mehrmals die verschiedensten Drogen angeboten, die wir abgelehnt haben. „Jeder nimmt hier Drogen!“
...hatten wir schon ein fettes Gewitter mit ganz viel Regen und Hagel?!
...haben wir schon viel zu viele Souvenirs gekauft. Bald müssen wir ein echtes Alpaka kaufen, dass unsere Taschen trägt!
...hatten wir schon mehrmals Stromausfall in der ganzen Stadt.
...haben wir die beste Wassermelone gegessen! 😍
...haben wir ganz viele coole Touren für die nächsten Tage gebucht.

Wir freuen uns!

Berichte folgen natürlich...außer es gibt wieder Stromausfall. 😅

Mittwoch, 14.02.2018

Valparaíso

2013 veranstaltete die Stadt Valparaíso einen Graffiti Wettbewerb, an dem zahlreiche Künstler teilnahmen und die Stadt in das reinste Freilichtmuseum für Straßenkunst verwandelten. Fast jede Hauswand wird von einem der bunten Kunstwerke geziert und hinter jeder Ecke verbirgt sich ein neues verrücktes und buntes Bild.
Wir sind stundenlang einfach durch die Straßen gewandert und konnten gar nicht genug Fotos machen.

Wieder mal haben wir an einer Walking-Tour teilgenommen, und so manchen der vielen Hügel Valparaísos erklommen.... okay, meistens haben wir einen der 100 Jahre alten Aufzüge genommen und nicht die Treppen. 😏
Außerdem haben wir hausgemachte traditionell chilenische Kekse „Alfajores“ probiert! So good. Wenn wir das Rezept finden, backen wir die für euch mal. Der „Terremoto“ ist ein Cocktail (yummy!) und auch das Wort für Erdbeben, welche die Chilenen hier häufiger haben... den Cocktail haben wir natürlich auch probiert, sowie andere chilenische Spezialitäten.


Ein weiteres Highlight war die Fahrt im Trolebus, der einen vom flachen Teil der Stadt in die Hügel bringt. Regel Nummer ein: festhalten!! Regel Nummer zwei: FESTHALTEN!! Denn der Bus rast unglaublich schnell durch die engen Straßen der Stadt und man wird ganz schön durchgeschüttelt. Halsbrecherisch aber sehr witzig.

Des Weiteren haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Viña del Mar gemacht, was ungefähr 10 Minuten Busfahrt von Valparaíso entfernt liegt. Dort urlaubt die Präsidentin von Chile ganz gerne mal.. aber leider nicht, als wir da waren. Sonst hätten wir der auch mal Hóla gesagt. 😊

So! Die Karawane zieht weiter und es geht iiiiiiiin.... DIE WÜSTE! Nach San Pedro de Atacama.

Aber erstmal müssen wir die 24 Stunden Busfahrt überleben. 😳

Ciao!

Montag, 12.02.2018

Hello and goodbye

Vorgestern erst angekommen und heute heißt es bereits wieder Abschied nehmen von Santiago.
Aber nicht ohne die Aussicht vom San Christobal Park zu genießen. Da der Aufzug heute leider gewartet wird, nehmen wir den Bus.. kurz überlegen wir, den Hügel hinaufzuwandern, aber da es heute warme 34 Grad hat und der Aufstieg kaum Schatten zum Schutz vor der Sonne bietet, schlagen wir uns diese Idee schnell wieder aus dem Kopf.
Man, it’s f*** hot today. Aber die Aussicht auf Chiles Hauptstadt ist wirklich atemberaubend... trotz Smog, der sich wie eine lange Dichte Wolke über die Stadt legt.


Den Abstieg beschließen wir nun aber doch zu Fuß anzutreten und bewaffnen uns mit einem Eis, das uns viel schneller wegzuschmelzen scheint, als wir es essen können.
Jetzt noch flott die Taschen im Hostel abholen und dann schnell zum Busbahnhof!

Unser nächstes Ziel heißt Valparaíso!
Bus fahren ist hier übrigens total einfach. Die Menschen sind sehr freundlich und überaus hilfsbereit. Auch wenn wir uns meistens mit einem Mix aus English und wilder Gestik verständigen müssen, die Menschen versuchen immer ihr bestes, den seltsamen Mädels aus Deutschland zu helfen. Auch wenn sie die Situation immer sehr amüsant finden. :)
Nach dem ersten Kulturschock am Anreisetag, als der JetLag und der Abschied von Neuseeland einiges zu unserer Irritationen beigetragen haben, gefällt uns Chile nun außerordentlich gut!

So, jetzt aber... ich muss. Da ist der Bus nach Valparaíso schon.

Bis denn 🚌

Sonntag, 11.02.2018

Dawn of a new day

Der erste Tag in der Riesenstadt Santiago bricht an. Auch wenn der JetLag uns voll im Griff hat, machen wir uns auf, die Stadt zu erkunden und nehmen an einer dreistündigen Walking Tour Teil.
Dabei sehen wir die wichtigsten Ort, wie Plaza des Armas und lernen außerdem einiges über die politische Geschichte und Kultur Chiles.

Und weil das so viel Spaß gemacht hat, machen wir am nächsten Tag auch noch die andere Tour, die von der Organisation angeboten wird. Diesmal geht es über die zahlreichen Essens- und Flohmärkte, sowie auf den Friedhof, welcher zum Museum erklärt wurde.

Zum Abschied empfiehlt der Tour Guide uns noch eine chilenische Spezialität, die wir unbedingt probieren sollen. Pastel de choclo ist eine Art Pie mit vielen verschiedenen Sorten Fleisch, sowie Rosinen, Oliven, Gemüse in einer Maispaste, deren Top mit Zucker besprenkelt und kross gebacken wird. Das haben wir dann auf einem der Essensmärkte inmitten zahlreicher Einheimischer probiert. Irgendwann gesellt sich ein Musiker zu dem Treiben und beginnt sehr gefühlvoll ein Lied zu trällern; Dieter Bohlen hätte seinen Spaß mit ihm gehabt. Als er durch die Tischreihen schreitet, bleibt er natürlich bei uns stehen und setzt sich prompt singend zu uns an den Tisch. Yay, ein Privatständchen...und jetzt starren uns alle an. Als ob wir nicht schon genug auffallen, da wir heller und mindestens 2 Meter größer als alle anderen hier sind. 🤔 Wir haben wirklich versucht nicht zu lachen, aber der Mann und die Situation war einfach zu witzig und auch ein wenig peinlich. Zum Glück hat der Sänger dies auch schnell gemerkt und ist weitergezogen.

Erschöpft von der Hitze und auch noch ein wenig dem JetLag beschließen wir, uns ins Hostel zurückzuziehen und setzten uns dort noch in die Bar. Bei Wein und Bier schreiben wir noch ein paar Postkarten bevor wir müde ins Bett fallen, während unsere Zimmernachbarn gerade erst mit den Vorbereitungen anfangen, um raus zu gehen und zu feiern.
Jah, an den chilenischen Tagesrhythmus müssen wir uns noch gewöhnen.
Vor 12 Uhr mittags macht hier selten ein Geschäft auf (sogar Cafés, wo bekommen die ihren morgendlichen Flat White her...? Was? Die haben keinen Flat White?!? Wir werden sterben.). Abends geht der Trubel dafür meistens bis weit nach Mitternacht.

Naja, wir stehen trotzdem morgens früh auf und Abends müssen wir uns zwingen länger als 20 Uhr aufzubleiben. Jaja, der liebe JetLag.

Aber sowas nimmt man doch gerne in Kauf, wenn man die Welt entdeckt. 🌎

Freitag, 09.02.2018

Kontinent #3

12 sehr laaaaaange und anstrengende Stunden Flug später setzen wir Fuß auf den dritten und letzten Kontinent unserer kleinen Weltreise.
Zum Glück läuft alles glatt und wir können bald unser Zimmer im bunten Hostel in Santiago beziehen... denn wir sind übermüdet und hungrig. Keine gute Kombination und nur Pizza kann diese Situation noch retten. 🍕
Während sich alle anderen im Hostel fertig machen für die Party mit DJ, schlummern Lena und ich schon längst in unseren bequemen Betten. Die Party muss eben einmal ohne uns klar kommen... 😏

Gute Nacht! 💤

Freitag, 09.02.2018

The big goodbye 👋🏼

Wieder nutzen wir unsere Wartezeit am Flughafen kn Auckland für einen kleinen Rückblick auf die letzten drei Monate.

 

Was wir vermissen werden:

-ALLES!! 💔
-Unsern kleinen Buddy, der uns immer ein treuer Begleiter war und immer auf uns aufgepasst hat. Wir lieben dich, Budbud! ❤️
-Pies 🥧 (schreiben wir während wir die letzte essen..)
-Platz und Freiheit
-Die Kiwis und ihre Art.. und den Akzent!! 😍
-unseren allmorgendlichen Flat White ☕️
-Aioli auf allem (Lena)
-nie weit weg vom Wasser zu sein
-im eiskalten See zu baden
-immer Draußen zu sein ☀️
-barfuß Auto fahren
-die Landschaft und Natur

 

Was wir nicht vermissen werden:

-die deutschen Urlauber 😒
-jedesmal den Reisepass zeigen zu müssen, um ein Bier zu kaufen
-aggressive Fahrer in weißen Pick-up Trucks
-Aioli auf allem (Vani)
-die Plumpsklos auf den Campingplätzen 🤢
-die Moskitos und Sandflies (!!!!!)
-Schotterstraßen

 

Was wir gelernt haben:

-wir sind badass 😎
-auf der linken Straßenseite zu fahren
-das McDonald‘s das beste Wifi hat
-abgeleckt ist wie gespült
-wie man 5 Gänge Menüs auf dem Campingkocher zaubert 👩🏼‍🍳

 

Worauf wir uns freuen in Südamerika:

-eine neue Kultur
-günstigeren Alkohol ;) 🍻🍷🥃
-weniger Zeitverschiebung zu Deutschland
-regelmäßigere Duschen 🧖🏼‍♀️

 

Mach’s gut, NZ!

Wir kommen wieder.

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